Zeit für Mami ist wichtig, oder: alleine duschen ist doch auch Urlaub, oder?

Ich bin Mama. Schon klar. Und mir war auch schon vor der Geburt der beiden Schätze bewusst, dass meine Privatsphäre durchaus leiden wird. Insgeheim denke ich ja, dass einen die viiiiielen Arztbesuche während der Schwangerschaft und Vorstellungen in der Geburtsklinik und Hebammenpraxis – die man gefühlt ja alle „unten ohne“ wahrnimmt – darauf vorbereiten. Also auf die künftig fehlende Privatsphäre.

Und dennoch:

Manchmal dusche ich echt gerne mal alleine.

So ganz ohne Zuschauer. Ganz ohne Gesellschaft. Ich bin eh manchmal echt gerne alleine. So ganz alleine. Ganz für mich.

Früher war das anders. Früher war ich gerne in Gesellschaft. Früher mochte ich es nicht sehr alleine zu sein. War mein Mann beruflich über Nacht weg, fand ich das doof. Nachts alleine war blöd und alleine frühstücken eh. Heute stehe ich manchmal heimlich auf um alleine zu frühstücken. Einfach mal nur dasitzen, mein Nutellabrot genießen und den Kaffee austrinken. Ganz ohne „Mama ich brauche mal ein Feuchttuch“ oder „Mama ich will auch so ein Brot wie du“.

Einfach nur ich, der Kaffee, ein Brot und sonst NICHTS.

Doch noch etwas hat sich verändert: So gerne ich auch manchmal mal alleine wäre. Bin ich es, dann freue ich mich spätestens nach 2 Stunden so dermaßen darauf, dass die Kleinen wieder da sind, dass sich Außenstehende durchaus fragen dürfen, ob ich weiß was ich will.

Mein Mann zum Beispiel. Er kann das gut – einfach mal weg sein und die Zeit ohne Kinder genießen. Ich genieße es zwar auch, aber irgendwann werde ich nervös, dann will ich wieder zurück zu den Zwei. Gut, er ist es auch gewohnt. Als die beiden ca. 3 Wochen alt waren war er wieder arbeiten. Schnell kam dann auch die erste Dienstreise und schwupps, hatte er sie locker mal 2 bis 3 Tage nicht gesehen.

Mich würde das derzeit noch fertig machen. Ganz ehrlich!

Bei den meisten Mamis um mich herum ist das ähnlich. Und doch gibt es diese Mamis, die ihre Kinder schon im Babyalter bei Opa und Oma übernachten lassen. Die sich regelmäßige „Kinderauszeiten“ auf diese Art verschaffen. Die sogar die Kinder für Kurzurlaube über 3 bis 4 Tage bei den Großeltern parken. Dieses Bedürfnis hatte ich in den letzten Jahren nie.

Nur die Sache mit dem duschen… das ist doch etwas, was ich gerne wieder für mich täte. Das fühlt sich dann fast immer wie Urlaub an.

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