Liebe Frau Supermarkt, Lieber Herr Supermarkt (die uns Eltern hassen)

Es ist so herrlich: Man geht hochmotiviert mit zwei Kindern in einen Supermarkt, das Kleinste in der Babyschale, das etwas Größere an der Hand.

Aber dann: Einkaufen geht jetzt nicht mehr.

Doch ganz von vorne: Früher gabs bei uns im Supermarkt Einkaufswägen für „wenn man alleine einkaufen geht“, Einkaufkörbchen zum tragen und zum rollen, Einkaufswägen für Getränkekästen und, tja waren das noch Zeiten, Einkaufswägen mit einer Halterung für Babyschalen UND sogar so kleine Wägen für die kleinen Gäste.

Doch mittlerweile sind letztere Zwei aus unserem Supermarkt „die Straße raus, RECHTS rum und dann nach 5 Autominuten“ verschwunden. Und die normalen Einkaufswägen sind tatsächlich so klein, dass die Babyschale nicht reinpasst. Also muss man sie oben quer balancieren, immer wieder herunterheben, wenn man seine Einkäufe in den Wagen legen möchte und dabei natürlich noch auf das ältere Kind aufpassen (in den Kindersitz passt sie nämlich so nicht mehr) und das alles während man die Babyschale festhält, weil stabil ist irgendwie anders.

DANKE dafür lieber Supermarkt-Inhaber!

Nun ist es natürlich klar was ich mittlerweile mache, oder? Ein HOCH darauf, dass wir nicht zu ländlich wohnen. Denn der nächste Supermarkt ist „die Straße raus, LINKS rum und dann nach 5 Autominuten“ und da mag man noch Familien. Neben den Einkaufswägen für „wenn man alleine einkaufen geht“, Einkaufkörbchen zum tragen und zum rollen, Einkaufswägen für Getränkekästen und Einkaufswägen mit einer Halterung für Babyschalen gibt es hier Einkaufswägen für Eltern von Zwillingen (einmal mit 2 Schalen zum liegen, einmal mit 2 Sitzen), die Einkaufswägen mit Auto vorne UND sogar so kleine Wägen für die kleinen Gäste (einmal die normalen mit Korb vorne, einmal sogar für Getränkekästen).

Diesen Supermarktbetreiber feiere ich!

Denn der hat es kapiert. Der hat verstanden, dass es eh manchmal schwierig genug ist, mit Kindern einkaufen zu gehen. Das Kinder nicht unbedingt brav und artig nebenher laufen mögen. Das Kinder auch ernstgenommen werden wollen und mithelfen wollen.

DANKE DANKE DANKE für diese Auswahl!

Unsere Kleine liebt auf jeden Fall diese Abwechslung. Sie will immer nur noch in den Supermarkt.

Eben war ich nochmal in dem „alten“ Supermarkt und bekam ein Gespräch zwischen zwei Vätern mit. Beide wenig angetan davon, ihren Nachwuchs tragen zu müssen (der eine mit einer Babyschale, der andere mit zwei). Beide schimpften über den Supermarkt…

..und wie ironisch da das Siegel „Generationenfreundliches Einkaufen“ an der Eingangstüre rüberkommt. Denn außer engen und meistens zugestellten Gängen scheint sich der Betreiber wenig Mühe zu geben, die Aufmerksamkeit seiner Kunden zu erlangen 🙂

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