Kind und Karriere – Wie es für uns funktioniert

Nach der Geburt meines ersten Kindes hatte ich genau 10 Monate Elternzeit, danach lief mein Vertrag bei meinem alten Arbeitgeber aus. Hier war ich 9 Jahre angestellt, immer wieder befristet, und als ich dann schwanger wurde – Pech gehabt. Schön, wie man zum Teil mit Müttern in Deutschland umgeht 🙁

So ganz ohne Job wollte ich aber aus diversen Gründen nicht bleiben: Für mich ist es wichtig, etwas zum Familieneinkommen beizusteuern, nicht ganz aus dem Job rauszukommen, neben Kind und Haushalt auch noch andere Herausforderungen zu haben und so weiter und so weiter… Auch ein wichtiger Grund ist ein eigenes Einkommen zu haben. Hatte ich immer schon und ich war nicht bereit, dass komplett aufzugeben. Sicherlich ist da jeder anders und jeder braucht oder möchte unterschiedlich viel „neben dem Kind“.

Also stand ich vor gut drei Jahren an einem Punkt, an dem ich als junge Mutter beruflich nochmal neu starten musste. Ich wollte arbeiten, gleichzeitig hatte ich das „Problem“, dass sich mein Mutterherz mit dem Gedanken mein Kind bereits so früh in eine Kita oder zur Tagesmutter zu geben, nicht anfreunden konnte.

Also suchte ich eine Lösung, die es mir erlaubt meinen Beruf auszuüben, gleichzeitig mein Kind zu betreuen, den Haushalt zu wuppen und auch noch irgendwie Zeit für die ganzen anderen Dinge zu haben.

Nach langen langen Überlegungen und nach kurzer Suche habe ich dann eine Stelle gefunden, die mir das Arbeiten im Homeoffice ermöglicht.

Ich komme aus dem Marketing, arbeite also fast nur am PC, und dank der Technik heute, ist das Arbeiten von überall her kein Problem mehr.

Wenn ihr auch in der Situation seid, dass ihr euch beruflich verändern müsst oder wollt, so kann ich nur empfehlen, euch mit eurem Partner zusammenzusetzen, gründlich zu überlegen was geht und was nicht. Wie viel ihr finanziell benötigt und ob eine Stelle im Homeoffice (vielleicht auch nur partiell) möglich ist. Informationen gibt es online oder auch in vieler Fachliteratur. Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist so möglich. Eine wilde Umorganisiererei im Falle einer Krankheit oder wenn die Kleinen mal nicht so super drauf sind entfällt nahezu. Man ist halt eben da…

Auf jeden Fall sollte man sich vorher schlau machen, was auf einen zukommt! Denn nur eitler Sonnenschein ist das im Homeoffice auch nicht… Mittlerweile haben wir eine Nummer 2 und mit 10 Monaten ist der kleine Mann nun wirklich noch nicht im Stande, sich stundenlang selber zu beschäftigen. Also bedeutet es für mich selber wahnsinnig viel Disziplin, viele Listen und Pläne und eine strenge (Selbst-)Organisation (hier kann ich das Buch total empfehlen!). Und manchmal eben auch späte Arbeitsstunden, wenn die Kinder schlussendlich im Bett sind.

Doch irgendwie funktioniert es. Und die Vorteile überwiegen für uns – besonders wo die Kinder noch so klein sind!

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