Bio, nachhaltig und Öko einkaufen und essen?

Gesunde Ernährung - meine Gründe Bio zu kaufen
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Sicherlich stöhnen einige von euch nun auf: Nicht schon wieder eine Mutti die meint sie müsste sich und die liebe Familie Bio / Vegan / Vegetarisch und sowieso frei von allem ernähren. Und das aufgrund von einer schockierenden Sendung über Tierversuche usw.

Vorab: Nee – das tun wir hier nicht. Es gibt Fleisch (in Maßen), Fisch (in Maßen), Schokolade (in Maßen), Nutella (ok, das schmiere ich mir selber gerne sehr großzügig aufs Brot *g*) und auch sonst gilt hier eher die Regelung „Alles in Maßen schadet nicht“.

DENNOCH: Irgendwie interessiert es mich schon, woher was kommt und das es möglichst unbelastet sein sollte – ja doch, das finde ich super.

Zwar haben Wissenschaftler der Universität Stanford festgestellt, dass Bio-Produkte nicht gesünder sind als konventionell erzeugte Lebensmittel (bei den hyperstrengen Kontrollen heutzutage auch irgendwie klar), doch schrecken einen Berichte wie zum Beispiel die über Glyphosat ab. Und auch wenn vieles womit unser Essen behandelt wird – angeblich – wieder ausgeschieden wird – was man nicht erst wieder ausscheiden muss, dass belastet den Körper nicht zusätzlich denke ich mir – oder? Und was man noch glauben kann oder soll, dass steht auch in den Sternen.

Ich kaufe sehr viel Bio, aber nicht nur. Ich versuche möglichst bewusst zu kaufen: nicht wahllos nur mit „Bio Siegel“, sondern regional. Denn bloß im Supermarkt auf das berühmt-berüchtigte „Bio Siegel“ zu achten, dass hilft nicht so wirklich.

Denn trotz Bio: auch hier finden sich immer wieder Zusätze die erlaubt sind, die verschiedenen Bio-Siegel haben verschieden strenge Kriterien. Bio essen, und alles ist gut? So einfach ist es dann leider auch nicht.

Gewaschen wird hier eh alles Obst und Gemüse. Somit hoffe ich, dass evtl. gespritztes Obst wieder „sauber“ ist und der Biobilanz tut es sicherlich gut, wenn die Äpfel nicht hunderte Kilometer mit dem LKW reisen müssen, bis ich hineinbeissen kann.

Gleiches gilt für mich bei Fleisch: Ich mache einen riesen Bogen um Fleisch, fertig verpackt und zu Dumpingpreisen. Ich kaufe lieber bei meinem Metzger des Vertrauens und gebe gerne ein bisschen mehr Geld aus. Dafür gibt es bei uns seltener Fleisch. Ganz vegetarisch hat für mich nämlich wieder zu viele andere Nachteile. Und vegan (um noch das letzte zu erwähnen) kommt bei Kindern eh nicht in Frage – dafür gibt es viel zu viele krasse Mängelerscheinungen bei vegan ernährten Kindern. Schlussendlich sind wir Menschen eben Fleisch und Pflanzen“fresser“ – ob uns das nun gefällt oder nicht. Übrigens: Ich habe mich mehrere Jahre komplett vegetarisch ernährt und konnte keinerlei positive Dinge feststellen… 😉

Ein weiteres Beispiel ist die Milch: Unlängst bekannt ist es, dass man hier möglichst auch genfreie Milch ausweichen sollte. Wir hier verwenden insgesamt recht viel Milch: Für Kaffee, Kakao und Milch, außerdem zum backen, kochen usw. Rund 6 bis 8 Liter verbrauchen wir pro Woche. Also habe ich nach einer Milch gesucht, die möglichst gesund ist, aber auch eine vernünftige Bezahlung für Bauern garantiert. Preislich liegen wir damit so im Mittelfeld.

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden was für ihn richtig ist. Oftmals höre ich Aussagen wie „Das lohnt doch nicht.“ oder „Der Unterschied ist doch so gering, das ist den Aufpreis nicht wert“. Hmm – schwierig.

Ein paar Gründe FÜR eine bewusste Einkaufsweise:

  1. (Wenigstens etwas) mehr Tierwohl
  2. Keine Gentechnik (und somit beispielsweise auch keine Belastung durch Glyphosat)
  3. Umweltfreundlichere Produktion
  4. Weniger Antibiotika
  5. Bei Biomilch: bessere Bezahlung der Bauern

Ich bin überzeugt dass es besser ist Sachen zu essen, die möglichst „natürlich“ sind – dafür lohnt sich der etwas kritischere Blick. Wenn ihr die Möglichkeit, den grünen Daumen und die Zeit habt: Vielleicht ist auch ein kleiner Nutzgarten etwas für euch? Möhren, Tomaten, Zucchini, Salat und Radieschen lassen sich sehr einfach selber anbauen. Dann weiß man woher es kommt. Wir hier tun das nicht – irgendwie ist sowas bisher nichts für mich. Aber wer weiß, vielleicht wenn die Kinder älter sind?! Bislang haben wir auch das Glück zur Saison im Garten von Oma und Opa „einkaufen“ zu können 😊

Aber bei allem:

Essen sollte nicht nur das Überleben sichern. Essen & Kochen hat was mit Leidenschaft zu tun. Mit Genuss. Mit Geselligkeit. Mit Kultur und Tradition (denken wir doch alle an Omas leckeren Pudding und Schweinebraten und Kartoffelpüree und und und). Und unsere Kinder sollen doch genau das alles erleben und lernen.

In dem Sinne: Habt einen schönen Tag!

Aja: Ein Essensplan hilft den Einkauf zu planen (vlt magst du mal hier vorbeischauen). Wir schmeissen so viel weniger Lebensmittel weg. Das ist nicht nur billiger für uns, sondern hilft auch der Umwelt weiter. Das hier in Deutschland viel zu viel produziert wird ist kein Geheimnis. Würden wir alle nur das kaufen, was wir auch wirklich konsumieren möchten, dann würde das sicherlich Auswirkungen auf – beispielsweise – die Massentierhaltung haben.

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