Wenn Stillen schmerzhaft ist: mein Erfahrungsbericht

SERIE, TEIL 1 | Als ich schwanger wurde habe ich mir keine Gedanken über das Stillen gemacht. Für mich war immer klar, dass ich es versuchen wollte und stillen wollte, bis mein Kind etwa ein Jahr alt ist. Das Stillen schmerzhaft sein könnte hatte ich – bis zum Geburtsvorbereitungskurs – noch nie gehört. Auch im Kurs habe ich den Gedanken schnell auf Seite geschoben.

Nach der Geburt fragte mich die Hebamme dann, ob ich meine Tochter einmal anlegen wollte – klar. Vor Schmerz verzog ich das Gesicht. Das ist normal, sagte man mir, die Brust muss sich erst gewöhnen.

Anfangs hat meine Tochter sehr langsam getrunken, 45 Minuten waren normal, dafür aber auch nur eine Seite. Darüber hinaus hat sie aber selber auch nicht abgedockt, sondern gemütlich weiter genuckelt bis sie meistens darüber einschlief. Im Krankenhaus gab man mir dann den Tipp mit dem kleinen Finger den Mund meiner Tochter von der Brust lösen, wenn sie nicht mehr trinkt sondern nur noch nuckelt. Das konnte ich nicht. In die winzigen, zarten Mundwinkel mit meinem Fingernagel – das habe ich nicht fertig gebracht. Im Krankenhaus gab man mir dann noch Creme, aber nach 2 Tagen war meine Brust offen und blutig. Stillen wurde zur Qual, beim Trinken lief meiner Tochter mein Blut aus dem Mund. Über 3 Monate dauerte es – trotz Stillhütchen – bis es verheilt war, 6 Monate hatte ich Schmerzen beim Stillen.

Rückblickend bin ich froh darüber, durchgehalten zu haben. Heute gehöre ich wohl zu den so genannten „Langzeitstillern„, abends und morgens im Bett stille ich meine Tochter auch mit fast 21 Monaten noch.

Ich hoffe inständig, dass meine Brust beim nächsten Kind abgehärtet ist und das besser mitmacht. Ich habe auch keine Lösung, wie ich sowas erneut verhindern kann. Ich habe mir aber ein paar Punkte vorgenommen, die ich auf jeden Fall versuchen möchte:

  • Direkt Multi-Mam Kompressen mit ins Krankenhaus – diese Einlage lindern den Schmerz und helfen
  • Schneller Still-Hütchen verwenden – aber auch schneller wieder weglassen
  • Überwinden abzudocken: lieber beide Seiten stillen, aber dafür kürzer

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