Wann ist mein Kind alt genug für ein größeres Bett?

Wann großes Bett für Kind anschaffen

Eine Frage, die zwangläufig irgendwann auf einen zukommt – doch finde ich man sollte sich mit dem Wechsel Zeit lassen.

Wenn man überlegt, dass ein „normales“ Bett in der Regel 90 x 200 cm lang ist und ein durchschnittlicher Mann von 180 cm darin schläft, so haben unsere Kinder in ihren 60 x 120 cm oder 70 x 140 cm Betten lange Platz. Unsere Tochter schläft schon immer in einem 60 x 120 cm großen Bett und braucht – trotz einer Körpergröße von rund 83 cm – oftmals nur die Hälfte der Länge. Sie braucht eine gewissen „Enge“ und kuschelt sich immer ganz in eine Ecke. Viele Kinder aus unserem Freundeskreis schlafen auch mit 3 Jahren noch in ihren „Babybetten“ und fühlen sich darin pudelwohl. Umso erstaunlicher ist es, dass die Kinder, deren Eltern schnell ein Kinderbett (70 x 160 cm) gekauft haben, oftmals nicht gut darin schlafen. Diese verbringen die Nacht regelmäßig im Bett der Eltern.

Kinder lieben ein kuscheliges Bett

Und darum sollte auch das Bett gemütlich, kuschelig und keinesfalls zu großräumig sein. Ein Nestchen an der Kopfseite (oder sogar rundherum) gibt Geborgenheit. Unsere Tochter hat oben ein Nestchen und unten ein Stillkissen ums Fußende herum –  seit der 1. Nacht. Ab einem gewissen Alter, darf auch der kuschelige beste Freund und das ein oder andere andere Kuscheltier mit ins Bett genommen werden und auch ein flaches Kissen ist ab 1.5 Jahren völlig okay. Einzig sollte man als Eltern darauf achten, das noch genug Platz fürs Kind bleibt 😉

Ich finde, man sollte sich überlegen, ob man sich selber wohlfühlen würde in dem Bett. Mir fällt auf, das unheimlich viele Kinderbetten kahl und nicht sehr einladend sind. Wenn dann noch das Gitterbett dem Kinderbett weicht und sogar rechts und links alles offen ist, dann ist es mit der Gemütlichkeit oftmals ganz dahin.

Beim Kauf auf Flexibilität achten

Wir haben ein Gitterbett von IKEA gekauft. Dieses ist höhenverstellbar und auf der einen Seite kann das Gitter abgenommen werden. Somit konnten wir es sofort an unser Ehebett stellen (wir haben uns die Anschaffung einer Baby Bay gespart), man kann es als Bett mit rundherum Gitter verwenden und auch später als Bett, wo unsere Tochter alleine raus und rein kommt. Manche Gitterbettchen bieten nicht den Komfort, das Gitter abnehmen zu können – das schränkt die Nutzung natürlich ein.

Kind #2 kommt – raus aus dem Gitterbett?

NEIN! Ein Fehler, der leider sehr häufig begangen wird. Baby Nummer 2 ist im Anmarsch und das Gitterbett wird benötigt. Nun muss Nummer 1 schnell daraus – und das endet oftmals in einer Tragödie: Nicht nur, dass plötzlich Nummer 1 nicht mehr gut schläft, es fühlt sich auch zurückgewiesen bzw. „abgeschoben“ und reagiert im schlimmsten Fall mit starker Eifersucht. Wenn euer 1. Kind schon über 3 Jahre als ist und bald aus dem Gitterbett gewachsen ist, dann könnt ihr ganz früh in der Schwangerschaft mit der Umgewöhnung anfangen. Allerdings lohnt es sich hier darüber nachzudenken, ob gerade ohnehin viele Veränderungen im Leben eures Kleinen vorkommen (Töpfchentraining, Wechsel KiTa/Tagesmutter oder Ähnliches). Wenn  ihr unsicher seit, so kauft ein weiteres  Gitterbettchen. (Tipp: auch hier lohnt sich der Blick zu ebay Kleinanzeigen o. ä.).

Und noch etwas: Lasst euch bloß nicht einreden, dass euer Kind „viel zu groß“ für ein Babybett/ Gitterbett ist oder das ihr es NIEMALS aus dem Bett rausbekommt, wenn es nicht mit z. B. 2 Jahren passiert. Solange euer Kleines noch gut in seinem Bett schläft sollte es auch darin schlafen dürfen.Und irgendwann kommt bestimmt der Zeitpunkt, an dem ein „großes“ Bett eine tolle Neuigkeit ist, auf das sich euer Kleines dann riesig freut. Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich jeder Wechsel irgendwann von alleine findet und irgendwie von selbst ergibt.

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