„Mein Kind ist kompliziert“, oder: Die Entwicklungssprünge meines Babys

Sprünge Baby und Kleinkind
© by MommyCircle

Neulich hatte ich eine Unterhaltung mit einer ganz jungen Mutter. Sie war regelrecht verzweifelt, dass nun – seit das Kleine da ist – nichts mehr so laufe, wie früher. Man könne nicht mehr planen, man wisse auch gar nicht, wieso das Kleine nun plötzlich so oder so „ist“, wo es gestern doch noch zuckersüß war. Ich fragte Sie, ob sich diese „Hochs und Tiefs“ denn mit den Sprüngen decken würde (Oje, ich wachse!). Diese waren ihr gar nicht bekannt. Ich habe ihr davon erzählt, dass Kinder in den ersten 20 Monaten ca. 10 Entwicklungsschritte in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung durchmachen. Manche konnten wir bei unserer Tochter spüren – andere gingen vorbei, ohne das wir es bemerkt haben; außer natürlich an den neu erworbenen Fertigkeiten.

Der erste Sprung passiert bereits in der 5. Lebenswoche

Sprünge Baby und Kleinkind

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Wir haben damals von unserer Hebamme die Tabelle der Sprünge (s. Bild oben) kopiert bekommen. Sie meinte damals nur „zur Info“ und so habe ich sie auch genutzt. Ich versuche nach wie vor zu vermeiden, jede Laune meiner Tochter zu analysieren. Manchmal ist sie eben eher anhänglich, manchmal schläft sie schwieriger ein. Doch fand ich es besonders zu Beginn sehr hilfreich, dass sich manchmal eben doch ein solcher Sprung und ein „anderes“ Verhalten deckten. Auch die neuen Fertigkeiten fielen mir teils eher auf, wenn ich gelesen habe, dass die Maus gerade in einem Sprung ist oder diesen gerade verlassen hat.

Entwicklung von Babys und Kleinkindern in den ersten 20 Monaten passieren in Schüben/ Sprüngen

Und das Wissen hilft uns Eltern doch schon mental durch die manchmal wirklich schwierigen und nervenaufreibenden Phasen. Da denkt man, das Kleine schläft endlich die Nacht durch und plötzlich wacht es wieder dreimal auf. Ich fand es immer sehr beruhigend zu wissen, dass dieses Verhalten wirklich nur eine Phase ist, die sogar nahezu auf die Woche genau vorhersehbar ist. Da war meine kleine Maus einfach anstrengender, forderte mehr meine Person und war sensibler. Da ich aber wusste was los war, bin ich entspannter an sie herangegangen. Und die kleinen fiesen Selbstzweifel von uns Mamas werden so auch ausgelöscht 🙂

Buch vs App

Eine Sache möchte ich noch hier erwähnen: Ich habe mir damals nur die App gekauft, nicht das ganze Buch. Es ging mir – wie oben gesagt – nicht darum, mein Kind komplett zu analysieren oder aufgrund eines Sprungs irgendwie anders zu fördern. Bei meinen Recherchen zu diesem Artikel im Internet bin ich auf viele negative Meinungen zum Buch gestoßen, da es wohl manchmal etwas negativ geschrieben ist. Eine Bekannte hatte das Buch und war mit ihm zufrieden. Es liefert wohl einige Zitate und Meinungen von Eltern, die teils sehr hart über das schwierige Verhalten ihres Babys berichten. Das Buch liefert darüber hinaus mehr Anleitungen und Analysen als die App, wie und ob man diese verwendet obliegt jeden Eltern selber.

Fazit: Ich kann die App als Anhaltspunkt, als kleine Orientierung und zur Beruhigung für die ersten Monate sehr empfehlen. Kleine Zweifel wie „habe ich/ mache ich vielleicht etwas falsch?“ werden einem genommen und neu erlernte Fertigkeiten bemerkt man eher.

Hier könnt ihr die App herunterladen, für Android und für Apple.

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